Pressemitteilungen 2019

17.04.2019

Wahl zum 9. Europäischen Parlament am 26.05.2019: Wohnungslose ohne feste Meldeadresse müssen Eintrag in das Wählerverzeichnis jetzt beantragen

Berlin, 15.04.2019. Wohnungslose Bürgerinnen und Bürger ohne feste Meldeadresse besitzen ein Wahlrecht. Um dieses wahrzunehmen, müssen sie aber vorab ihre Eintragung in die Wählerverzeichnisse beantragen. Dabei sollten die geltenden Fristen und Formalitäten beachtet werden – darauf verweist die BAG Wohnungslosenhilfe (BAG W).

16.04.2019

Neuer Todesfall – niedrige Temperaturen sind weiterhin lebensgefährlich

Mindestens zwölf wohnungslose Menschen sind im Winter 2018/2019 erfroren

Berlin, 16.04.2019. Nach Kenntnis der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e. V. (BAG W), dem bundesweiten Dachverband der Wohnungslosenhilfe in Deutschland, sind im Win-ter 2018/2019 mindestens zwölf wohnungslose Menschen in Folge von Unterkühlung verstorben. Auch nach Frühlingsanfang sind die vielerorts niedrigen Nachttemperaturen eine Lebensgefahr für alle Menschen, die ohne Wohnung oder feste Unterkunft auf der Straße leben. Dies beweist der zuletzt dokumentierte Todesfall aus Rostock, wo ein 55-jähiger wohnungsloser Mann am Morgen des 09.04.2019 auf einem Parkplatz tot aufgefunden wurde. Bei Temperaturen von knapp über 0°C wird offiziell Kälteeinwirkung als Todesursache vermutet. Die BAG W fordert, Notübernach-tungen so lange wie nötig offen zu halten.

31.01.2019

Bereits elf wohnungslose Menschen auf der Straße gestorben

Die BAG Wohnungslosenhilfe fordert weiter intensive Anstrengungen in der Kältehilfe und Notunterbringung.

Berlin, 31.01.2019. Der letzte bekannte und bestätigte Kältetote ist ein 54 jähriger wohnungsloser Mann in Hannover. Er wurde mit starken Erfrierungen in ein Krankenhaus gebracht und verstarb kurze Zeit später. Es ist leider davon auszugehen, dass es nicht der letzte Todesfall in diesem Winter bleibt.

Die BAG W dokumentiert den Kältetod wohnungsloser Menschen auf der Straße anhand einer systematischen Presseauswertung. Bei den Angaben handelt sich um eine Mindestzahl. Nur die Todesfälle, über die in der Presse berichtet wird, werden erfasst.