BAG W fordert mehr Angebote für nicht arbeitsbezogene tagesstrukturierende Maßnahmen

16.02.2018

Die BAG W hat ein neues Positionspapier veröffentlicht:

„Angebote zur Tagesstrukturierung für wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen – Hilfen zur Alltagsbewältigung im Rahmen der Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten nach §§ 67 ff. SGB XII und § 16 d SGB II“.

Dieses Positionspapier erneuert ein Positionspapier der BAG W, das 2000 unter dem Titel „Angebote zur Tagesstrukturierung als Hilfe zur Alltagsbewältigung im Rahmen der Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten“ veröffentlicht worden ist. Zwischenzeitlich sind 15 Jahre vergangen und mit der SGB-Reform ab 1.1. 2005 weitreichende gesetzliche Änderungen in Kraft getreten, die eine grundlegende Überarbeitung erforderten. Dennoch blieb das Grundanliegen des alten Positionspapiers, eine konzeptionelle Grundlage für primär nicht arbeitsbezogene tagesstrukturierende Maßnahmen zu schaffen, im Kern erhalten. 10 Jahre Erfahrungen mit dem SGB II haben zudem nachdrücklich gezeigt, dass eine ausschließlich an Arbeitsförderung orientierte soziale Integrationsstrategie zu Misserfolgen führt und ins. für wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen nicht ausreicht.

Das Positionspapier versteht sich als notwendige Ergänzung und Klarstellung zu dem Positionspapier „Beteiligung von Menschen in Wohnungsnot und in besonderen sozialen Schwierigkeiten am Arbeitsleben – Arbeitsmarktpolitisches Programm der BAG Wohnungslosenhilfe e.V. (2001). Es unterscheidet „alltagsgestaltende Maßnahmen“ und  „beschäftigungsvorbereitende Maßnahmen“ mit den ihr eigenen Zielgruppen und -richtungen und ihren spezifischen Anforderungen im Unterschied zur „Arbeit“ und ordnet sie in die Maßnahmen der Hilfen zur Tagesstrukturierung und Bewältigung des Alltags ein.